Daten nach §21 KHEntgG – Routinedaten für die Prozess- und Ressourcensteuerung

Prozesse und ihre Qualität stellen ein zentrales Thema in den deutschen Krankenhäusern dar. Denn eine hohe Ergebnisqualität setzt hohe Prozessqualität voraus. Dabei spielen auch der demografische Wandel sowie die immer knapper werdenden Ressourcen eine zentrale Rolle. Um die Verantwortlichen im Krankenhaus zu unterstützen, bietet der OPTEAMIZER eine Reihe an Möglichkeiten zur Aus- und Bewertung der Prozess- und Ressourcensteuerung im eigenen Krankenhaus. Basis der Auswertungen sind sogenannte Routinedaten der Häuser, wie zum Beispiel die Daten nach §21 KHEntgG.

Was sind Routinedaten?
Unter dem Begriff Routinedaten werden in der Regel standardisierte Informationen im Gesundheitswesen verstanden. Diese werden in den Krankenhäusern erhoben und dokumentiert, um unter anderem für die Abrechnung von Fällen genutzt zu werden.

Was ist der Vorteil bei der Nutzung dieser Daten durch externe Dienstleister?
Routinedaten liegen standardisiert in jedem Krankenhaus vor. Die Informationen müssen für die Verarbeitung und Auswertung nicht zusätzlich und aufwändig erhoben und dokumentiert werden. Wir von digmed werten aktuell die OP-Prozessdaten, ebenso als Routinedaten zu verstehen, von über 300 Krankenhäusern aus, um die Verantwortlichen im OP bei der Steuerung zu unterstützen.

Was versteht man unter den Daten nach §21 Krankenhausentgeltgesetz?
Seit 2007 sind alle Krankenhäuser in Deutschland verpflichtet die sogenannten “§21 Daten” einmal jährlich an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) zu übermitteln. Es handelt sich um eine vorgegebene und standardisierte Datenabfrage mit dem Ziel das diagnoseorientierte Fallpauschalensystem (DRG-System) mithilfe dieser Informationen stetig weiter zu entwickeln und zu pflegen.

Welche Daten werden genau übermittelt?
Die Krankenhäuser übermitteln fallbezogene Daten für voll- oder teilstationäre Fälle. Hierzu zählen Angaben, wie zum Beispiel der Aufnahmegrund, die Haupt- und Nebendiagnosen sowie alle durchgeführten Prozeduren. Darüber hinaus enthalten die Daten soziodemografische Angaben zu den Fällen.  

Welchen Nutzen hat die Analyse der §21 Daten durch externe Dienstleister?
Die externe Analyse dieser Daten kann für Kennzahlen und Auswertungen genutzt werden, die für die Steuerung verschiedener Prozesse und Ressourcen im Krankenhaus eingesetzt werden können und so zur Erhöhung der Prozess- und Versorgungsqualität beitragen. Vor dem Hintergrund immer knapper werdender Ressourcen auf der einen und einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen auf der anderen Seite sind solche Kennzahlen und Auswertungen unerlässlich. Informationen, die standardisiert und ohne zusätzlichen Aufwand bereits vorliegen, sollten für diese Zwecke in erster Linie genutzt werden.

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